Quelle: Landshuter Zeitung 22.04.2021
Quelle: Landshuter Zeitung 22.04.2021

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14.04.2021

Bericht und Foto: Gerd Ludwig (RC Landshut)

Der Radsportclub Landshut trauert um Alfred Mühlbauer

 

Der Radsportclub Landshut e. V. trauert um seinen langjährigen Vereinskameraden  Alfred Mühlbauer, der Ende März verstorben ist. Bereits 1958 schloss er sich als aktives Mitglied dem RC Landshut an. Durch Trainingsfleiß und Ehrgeiz erzielte er schon bald erste Erfolge und verschaffte sich Anerkennung im Kreis der arrivierten Rennfahrer. Eine Reihe herausragender Platzierungen, einige Siege, darunter 1961 und 1963 den Titel des Niederbayerischen Straßenmeisters, ermöglichten ihm den Aufstieg in die B-Klasse. Zusammen mit Hans Bauer war er etliche Jahre die sportliche Stütze des Vereins. Ende der 50-iger bis Mitte der 60-iger Jahre  dominierten die beiden den niederbayerischen Radrennsport. Von der Stadt Landshut erhielten sie 1963 im Rahmen der Sportlerehrung eine würdigende Anerkennung ihrer Leistungen. Bei langen und bergigen Rennen war Alfred in seinem Element. Sich am Hinterrad seiner Konkurrenten aufzuhalten und am Ziel vorbei zu spurten war nicht seine Art.

Seine Wehrpflicht absolvierte er bei den Gebirgsjägern. Hier kam er auch mit dem Skilanglauf in Verbindung und fand daran großen Gefallen. Im Skigau Bayerwald nahm Alfred Mühlbauer regelmäßig an Skirennen teil und erzielte –als Flachländer-  bemerkenswerte Erfolge. Auch bei den Landshuter Stadtmeisterschaften am Bretterschachten war er zusammen mit Hubert Schenkl,  Josef Brantner, Georg Rottenwallner und einigen anderen stets ein Kandidat für einen der ersten Plätze.

Aber nicht nur der aktive Sport prägte sein Leben. Hilfsbereitschaft und für andere da zu sein, gehörten ebenso dazu. Ob als Streckenposten, Rundenzähler oder Vorausfahrzeug bei den Radrennen des Vereins; auf Alfred war immer Verlass.

Nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben gehörte sein Einsatz vor allem der Kleinstadt Kibosho in Tansania/Ostafrika. Zusammen mit ehem. Arbeitskollegen installierte er einen von der OBAG bereitgestellten Transformator, verlegte die erforderlichen Leitungen und sorgte somit dafür, dass u. a.  das dortige Krankenhaus  eine sichere Stromversorgung hatte. Viele Wochen im Jahr verbrachte er nun in Afrika. Dabei sah er, dass es auch an der Schule und am Kindergarten fehlte. Mit großem Einsatz hielt er in unserer Umgebung Vorträge über die dortige Situation und sammelte Spenden, welche der Verbesserung der Lebensumstände in Kibosho zu Gute kamen.

Leider verhinderte sein Gesundheitszustand in den letzten Jahren seinen Einsatz für andere Menschen.

Was aber bleibt, ist die Erinnerung an einen fairen, sehr angenehmen Sportkameraden und einen echten Menschenfreund.

 

Unser aller Mitgefühl gilt seiner trauernden Familie.