20.03.2017

 

Gute Bilanz für Niederbayerns Radsportler

 

Eine durchaus zufriedenstellende Bilanz präsentierten die Vorstandschaft des Radsportbezirks Niederbayern den Vereinsvertretern beim ordentlichen Bezirkstag, der am vergangenen Sonntag im Vereinsheim  des Isarradstadions durchgeführt wurde. Josef Stöckl konnte zu dieser Tagung den BLSV Bezirksvorsitzenden Udo Egleder und den Ehrenvorsitzenden Otto Peter begrüßen, ferner als "Hausherrn" den 1.Vorsitzenden des SV Niederpöring/Tabertshausen Werner Heizer, welchem er für die Nutzung des Saales für die Tagung dankte. In seinem Grußwort sprach BLSV Bezirksvorsitzender Udo Egleder  einige aktuelle Themen im BLSV an, unter anderem auch die Strukturänderung im Verband, die leider noch nicht  abgeschlossen werden konnte. Er zeigte sich aber erfreut, dass der niederbayerische Radsportverband eine solide Arbeit macht und gut aufgestellt ist.

 

Die Berichte der einzelnen Fachwarte zeigten durchwegs positive Entwicklungen, von geringen Schattenseiten abgesehen, welches den Gesamteindruck nicht schmälerte. Im abgelaufenen Jahr konnte der Mitgliederstand erneut gesteigert werden, so dass nun 2720 Mitglieder (plus 105) im Bezirk gegeben sind, welche sich auf 42 Vereine verteilen. Mitgliederstärkster Verein ist der RSC Kelheim (324) vor Team Baier Landshut (284) und RSV Passau (178).

 

Erfreulich war, dass die Vereine wiederum ihre seit Jahren bestehenden Rennsportveranstaltungen wie immer bestens organisiert ausrichteten. Darunter auch die Bayerische Bergmeisterschaft und die Bayerische Cross-Country Meisterschaft, sowie die Bayerische Bahnmeisterschaft im Omnium der Schüler U11 und U13. Besonders erfreulich entwickelten sich die monatlichen Freitag-Trainings mit abschließenden Wettbewerben im Velodrom in Niederpöring, welches zwischenzeitlich zu einem Trainingsstützpunkt des Bayerischen Radsportverbandes geworden ist und somit zu einer festen Größe im sportlichen Bereich in Ostbayern.

 

Im Rennsportbereich konnten die Aktiven zwar wieder zahlreiche Platzierungen und etliche Siege einfahren, doch sprach Josef Stöckl, Fachwart Straße/Bahn ein Problem an, nämlich die Tatsache, dass kaum noch einheimische Fahrer der A-/B-Klasse für niederbayerische Vereine starten, da der Trend zu größeren und überregionalen Teams geht, so dass nur noch einige Altersfahrer für Podest Plätze sorgen konnten.

 

Trotzt eines leichten Rückganges lief die Saison im Mountain-Bike Bereich wiederum erfolgreich und in der Sparkassencup-Serie, gab es mit 450 Teilnehmern zwar leichte Rückgänge, aber trotzdem eine gute Beteiligung. Die Rennserie, die seit 2015 auch den Dreiländercup beinhaltet, wird auch dieses Jahr fortgesetzt. Bei der Jugend Europameisterschaft im Cross-Country in Graz, wo Teilnehmer aus 22 Nationen vertreten waren, war Marion Fromberger (Bad Griesbach) als einige Niederbayerische Teilnehmerin nominiert, wobei sie auch an der Deutschen CC-Meisterschaft teilnahm und einen respektablen 7.Platz erreichte. Eine Menge guter Platzierungen konnten die Nachwuchsfahrer bei den Bayerischen Meisterschaften im Cross-Country und im Marathon einfahren, wo sich Jan Eichinger (Grafenau) den Marathontitel sichern konnte. Michi Stieglbauer, Trainer im MTB Bereich, der den verhinderten Fachwart Josef Vogl vertrat, konnte somit auch Dank des reaktivierten MTB-Stützpunktes St. Englmar mittels mehrerer Trainings-Lehrgängen erfolgreiche Talente heranbilden.

 

Bezirksjugendleiter Simon Altmannshofer erwähnte in seinem Bericht die Erfolge der jungen Nachwuchstalente, wo im Straßenradsport besonders die Kelheimer um Henri Uhlig recht erfolgreich waren und die vielen Platzierungen im MTB Bereich. Besonders beachtlich war die Leistung des Tiefenbachers Elias Edbauer, der am 8.Oktober auf dem Velodrom den 34-Jahre alten Bahnrekord über 500 Meter von 34,57 Sekunden auf 33,80 Sekunden verbessern konnte.

 

Etwas unzufrieden mit der Situation im Radtourenfahren äußerte sich Jürgen Schreck, Fachwart Breitensport. So über eingestreute Zeitfahren, bei den Radtourenfahrten, die Winterwertungskarte, zur Jahreswertung und den Leitfaden für Veranstalter von Radtourenfahrten, wo er expliziert einzelne Ereignisse ansprach.

 

Der Bericht Öffentlichkeit und Medien von Paulus Gottfried, der die Klicks auf die Home Page und die Seitenaufrufe auch bildlich gut präsentierte, zeigte leichte Rückgänge zum Vorjahr, diese blieben aber im Rahmen der Streuung der letzten Jahre. Erfreut zeigte er sich über die Unterstützung einzelner Vereine beim Zustellen ihrer Berichte, ein Mehr an dieser Stelle würde die Attraktivität der Bezirks HP nur noch steigern, zumal er sich die Ergebnisse aus Printmedien und Rad Net sonst immer mühsam zusammen suchen muss, was sehr viel Zeit beansprucht, die anderweitig besser genutzt werden könnte.

 

Nach dem Kassenbericht von Walter Edbauer, der eine ausgeglichene Bilanz aufwies und von den Revisoren Wolfgang Wittek und Achim Spechter ohne Fehl und Tadel bestätigt wurde, sprach anschließend der Bezirksvorsitzende unter anderem auch die Situation im Bahnrennsport an, wo  hinsichtlich der Terminabstimmung der drei Bayerischen Bahnen (Niederpöring, Nürnberg und Augsburg) eine insgesamt unbefriedigende Terminfestlegung für die Saison 2017 erfolgte.

 

 

Mit der Ehrung der erfolgreichen Nachwuchssportler im Straßen- sowie Bahnrennsport und im MTB Bereich, sowie den Punktbesten beim Radtourenfahren endete die Tagung, bevor das im Anschluss vorgesehene Anradeln buchstäblich ins Wasser fiel. (GP)

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